Suchmaschinenoptimierung – einfach erklärt!

Suchmaschinenoptimierung ist wie Vögel füttern: Ich will, dass die Vögel in meinen Garten kommen und dort fressen und z.B. singen. Doch wie mache ich es, dass sie kommen? Manchmal kann man schon mit wenigen Mitteln viel erreichen.

Was ist der Unterschied zwischen Onpage-SEO und Offpage-SEO?

Onpage-SEO ist die Suchmaschinenoptimierung auf der Seite selber, Offpage entsprechend die SEO außerhalb der Seite, also der Aufbau von Backlinks. Die Onpage-SEO zu vernachlässigen ist ungefähr so, als ob man eine Geburtstagsfeier plant und erwartet, dass alle Leute, die man sehen will, von alleine kommen, also ohne Einladung. Und zwar auch wenn die gar nicht wissen, dass man Geburtstag hat!

300 Keywords in <meta name=”Keywords”> zu schreiben, ist keine Suchmaschinenoptimierung!

Bei vielen Menschen hält sich hartnäckig das Märchen, dass es genüge, einfach alles, was einem per Brainstorming eingefallen ist, in den Keyword-Meta-Tag zu schmeißen und fertig ist die Suchmaschinenoptimierung. Tatsächlich wird diesem Meta-Tag keine Bedeutung mehr beigemessen. Die Welt ist komplizierter geworden.

Zur Onpage-SEO gehören folgende Komponenten:

  • Seitentitel
  • Page Description
  • (Keywords)
  • Überschriften
  • Aufzählungen
  • guter Inhalt
  • Bild-Alternativtexte
  • Menüpunkte als html-Text, nicht als Grafiken

Am Anfang steht die Frage: Wer ist mein Kunde?

Der Seitentitel ist der wichtigste Meisenknödel für Ihre Vögel. Damit Ihre Seite gefunden wird, sollten Sie Seitentitel generieren, die von Ihren Kunden auch tatsächlich gesucht werden. Kunden suchen jedoch meist etwas anderes als der Unternehmer denkt. Daher ist es wichtig, sich genau in die Kunden hineinzuversetzen.
Im Seitentitel Ihren Firmennamen unterzubringen, ist nicht so schlau, denn nach dem sucht ja keiner, der Sie noch nicht kennt. Sie können für jede einzelne Seite einen eigenen Seitentitel einrichten – und das sollten Sie auch tun, denn dann können Sie mehr Begriffe unterbringen.

Was suchen Ihre Kunden?

Ich z.B. habe mich lange dagegen gewehrt, eine Unterseite meiner Website für den Suchbegriff „Homepage erstellen“ zu optimieren, weil die Homepage nur die Startseite eines Internetauftritts ist und ich keinen sachlich falschen Begriff verwenden wollte. Aber was nützt mir dieser Hochmut, wenn Homepage erstellen nunmal gesucht wird?

Wenn Sie ein neues Produkt mit einem tollen Markennamen auf den Markt werfen, kennt kein Mensch dieses Produkt. Ich suche nicht nach etwas, von dessen Existenz ich nichts weiß. Wie machen Sie die Welt also auf Ihr Produkt aufmerksam? Wenn Sie kein Budget haben, um Werbespots zu schalten oder Plakatwerbung zu machen, wird niemand von Ihrem Produkt erfahren, wenn Sie nur den Markennamen auf Ihrer Website verwenden. Um es bekannt zu machen, müssen Sie Suchbegriffe verwenden, die gesucht werden!

Gerade wenn man etwas anbietet, was auch viele andere verkaufen, ist es wichtig, sich eine Nische zu suchen, denn sonst geht man bei Google völlig unter. Man sollte daher nicht versuchen, eine Seite auf ein allgemeines Keyword zu optimieren, denn gerade für kleine Firmen ist die Konkurrenz zu stark. Bei Longtail-Keywords (=mehr Begriffe wie z.B. Familienaufstellung Darmstadt) ist es einfacher, gut zu ranken. Außerdem sind diese Keywords auch präziser, so dass die Besucher schon wissen, was sie suchen.

Ich bin mit meiner Eine-Frau-Werbeagentur z.B. in der Werbehauptstadt Frankfurt auf total verlorenem Posten, wenn ich versuche, den Mainstream zu erreichen. Aus diesem Grund (aber auch aus anderen) habe ich mich auf spirituelles Webdesign spezialisiert, denn dieser Begriff ist weniger umkämpft als “Webdesign Frankfurt”. Auch bei “spirituelles Webdesign” ist der Wettbewerb hoch, aber ich habe es irgendwie dennoch auf die erste Seite bei Google geschafft. “Ganzheitliches Webdesign” wird seltsamerweise gar nicht eingegeben, aber ich habe noch einige weitere Begriffe gefunden, bei denen der Wettbewerb niedrig ist.

Ich habe meine Keywords gefunden – und jetzt?

Wenn Sie relevante Keywords gefunden haben, verteilen Sie diese auf mehrere Unterseiten. Die wichtigsten, einschlägigsten setzen Sie in den Titel der Startseite, aber Sie sollten nicht mehr als vier verwenden. Warum das? Alle zusammen besitzen 100 % Suchmaschinenrelevanz. Je mehr Keywords Sie in der Titelzeile einsetzen, desto weniger wichtig ist das einzelne Wort angesehen.

Sie setzen die Keywords nicht nur in die Titelzeile ein, sondern Sie erwähnen sie auch in den Überschriften, in der Page Description, den Bildalternativtexten und im Content (also dem Seiteninhalt). Achten Sie aber darauf, dass der Text immer noch schön klingt.

Ich habe zu viele Keywords – wie bringe ich die alle unter?

Wenn Sie sehr viele Keywords gefunden haben, sollten Sie pro Thema eine Unterseite anlegen. Bieten Sie zu einzelnen Themen Hintergrundwissen an, das Sie auf mehrere Unterseiten verteilen (natürlich mit passenden Überschriften und schönen illustrierenden Fotos!), denn dann können Sie auf jeder Unterseite Keywords unterbringen. Es ist nicht nötig, dass man die Seiten von der Startseite aus erreicht, sondern Sie können sie unter “Lesen Sie weiter” bzw. “Das könnte Sie auch interessieren” verlinken.

“Ich hab das jetzt alles gemacht, aber Google zeigt meine Website nicht an!”

Google ist keine Zeitung, bei der man eine Anzeige schaltet, und dann kommt sie sofort (das kann man per Adwords-Kampagne zwar auch machen, aber das kostet dann ziemlich viel Geld!). Man muss abwarten. Gehen wir nochmal zurück zu dem Bild mit dem Vogelhäuschen: Es muss sich erstmal rumsprechen, dass Sie neuerdings interessante Meisenknödel  anbieten. Bei Google kann das Wochen dauern. Googeln Sie sich in regelmäßigen Abständen selbst mal. Hierbei ist aber wichtig, dass Sie Google entpersonalisieren, sonst zeigt Ihnen Google immer nur das, was Sie sehen wollen.

Was Sie außerdem beachten sollten:

Der schönste Text nützt Ihnen nichts, wenn das Design nicht schön aussieht und die Seite schlecht programmiert ist, denn bevor sich der Verstand einschaltet, um den Text zu lesen, hat das Unterbewusstsein schon mit einem kurzen Blick festgestellt: “Sieht trist aus. Klicken wir wieder weg.”

Beim Schreiben ist es hilfreich, zuerst einfach nur informative Texte zu schreiben und danach erst die Keywords einzuarbeiten. Erstens blockieren Sie sich, wenn Sie gleich an Google denken, und zweitens besteht die Gefahr, dass wenn Sie gleich beim Schreiben mit der SEO anfangen, Sie nur noch für Google schreiben, aber nicht mehr für den Leser.

Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe brauchen, können Sie sich gerne an mich wenden.

2017-02-24T13:10:07+00:00

2 Comments

  1. Werner 28. August 2013 at 16:40 - Reply

    Danke für den tollen Artikel, ich bin auch der Meinung das man die Onpage Analyse oder die Offpage Analyse nicht vernachlässigen sollte. Lg.

  2. […] Immer wenn ich diesen Satz höre, kriege ich fast einen Anfall. Er heißt nämlich nur, dass die Seite im Internet nicht gefunden wird. Da hat jemand seine SEO-Hausaufgaben nicht gemacht (im Detail hier nachzulesen). […]

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