Logogestaltung 2018-01-15T20:59:24+00:00

Logogestaltung

Wenn das Logo gut ist, ist es eine Galionsfigur. Oder ein Ehepartner.

Logogestaltung ist ein intensiver Prozess. Haben Sie die Unendliche Geschichte von Michael Ende gelesen? Dann erinnern Sie sich vielleicht an die Situation, in der Bastian in die Welt Fantásiens einsteigt. Er steht mit der Kindlichen Kaiserin im Dunkeln, und sie gibt ihm ein Samenkorn, aus dem er Fantásien neu erschaffen soll. So können Sie ein Logo begreifen.

Denn ein Logo repräsentiert die Hauptbotschaft Ihres Unternehmens. Es ist der Extrakt der Werte und Eigenschaften, für die Sie stehen wollen. Es stellt die erste Visualisierung der Gedanken und Konzepte dar, die mit Ihrem Unternehmen in Existenz gebracht werden sollen. Aus dem Logo geht alles hervor. Und natürlich muss vorher das Meiste in unmanifestierter Form als Gedanke schon da sein: die Werte, die Ideen, die Charaktereigenschaften Ihres Unternehmens und die Entwicklungsrichtung.
Logos haben die Kraft und die Funktion, bestimmte Vorstellungen, Erfahrungen und Gefühle in unseren Köpfen zu wecken. Man kann sich mit ihnen identifizieren, und sie rufen Bilder in uns wach. Sie sind sozusagen die Galionsfigur des Unternehmens, sie sind die Ausdrucksform der Marke, ihr komprimiertestes Bild.
Wenn ein neuer Auftraggeber zu mir kommt und noch am Anfang seiner Selbstständigkeit steht, ist das Logo daher das Erste, das ich entwickle.
Ein Logo hält Ihr Unternehmen zusammen: weil das Logo den Stil, die Farbigkeit und die Tonalität vorgibt, ist es viel einfacher, Werbematerialien zu erstellen.

Sie müssen das Logo ernstnehmen wie einen Menschen.

Und wenn Sie ein Logo richtig behandeln, geraten Sie nicht so leicht in die Versuchung, sich als Unternehmen ständig neu zu erfinden. Sie können nämlich nicht alles damit machen, sondern müssen sich ihm sogar ein Stück weit unterordnen: Eine Marke kann zerstört werden, wenn die vom Logo abgerufenen Bilder mit der Realität und dem tatsächlichen Verhalten in Widerspruch stehen – was das Logo verspricht, muss das Unternehmen halten. Aber wenn Sie dies tun, gibt Ihnen das Logo Stabilität. Sie müssen Rücksicht darauf nehmen und dürfen es nicht behandeln wie ein lästiges Insekt.

Aber auch wenn es Ihnen nicht mehr gefällt, sollten Sie es nur behutsam verändern. Wenn Sie sich von einem Logo trennen wollen, weil es Ihnen nicht mehr passend erscheint, und Sie sich kurzerhand ein ganz neues erstellen lassen, wird der Markt darauf genauso reagieren wie Ihre Freunde und Verwandten, wenn Sie plötzlich mit einem neuen Partner aufkreuzen. Man würde verwirrt fragen: „Hä, was ist denn jetzt los? Habt ihr euch getrennt? Warum denn? Was ist denn passiert?“ Wenn Sie ein ganz neues Logo haben, reagiert der Markt ebenfalls irritiert: „Macht sie jetzt was anderes? Was ist denn aus der alten Firma geworden? Gibt‘s die noch?“ Anders als in einer geschiedenen Ehe haben jedoch allein Sie den Schaden, wenn Sie sich überstürzt von Ihrem Logo trennen, um ein neues zu benutzen: Sie müssen am Markt von vorne anfangen.

Folgende Informationen brauche ich für die zielgruppengerechte Logogestaltung:

  • Woher kommen Sie und wo bieten Sie Ihre Dienstleistung/Produkte an?
  • Was bieten Sie an?
  • Mit welchem Namen treten Sie am Markt auf?
  • Haben Sie bereits ein Logo, und in welcher Richtung soll es verändert werden und warum?
  • Was tun Sie genau im Rahmen Ihrer Tätigkeit?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Wie unterscheiden Sie sich von den Mitbewerbern?
  • Was wollen Sie erreichen?
  • Was soll das Logo ausdrücken?
  • Wie soll das Logo eingesetzt werden? (Papier, T-Shirts, TV, Werbemittel etc.)

Selbstgemachte Logos sehen auch genau so aus: selbstgemacht.

Selbstgemachte Logos sind häufig zu detailreich und/oder zu unübersichtlich, die Schrift passt nicht zum Bild, die Farben sind entweder zu grell oder zu blass oder harmonieren einfach nicht miteinander. Manchmal sind überflüssige Elemente enthalten, die das Logo unordentlich wirken lassen. Wenn mehrere Schriftarten verwendet wurden, passen diese häufig nicht zusammen. Und an selbstgemachten Logos sieht man sich schon nach kurzer Zeit satt – so wie an einem 9,95-Pullover vom Discounter. Das Gleiche gilt für Logos vom “Designer-Strich”, also von Portalen, wo unterbezahlte Grafiker herumlungern, die Ihnen ohne Kenntnis Ihres Unternehmens für kleines Geld irgendwas zusammenzimmern.

Woran erkennt man ein gutes Logo?

  • Es ist auch bei extremer Verkleinerung gut erkennbar.
  • Man kann es auch in Schwarzweiß umsetzen.
  • Es sind wenige Farben verwendet worden (jede Farbe kostet beim Offset-Druck extra Geld).
  • Schrift und Farben passen zur Branche und zum Angebot.
  • Die Farben können auf das Corporate Design übertragen werden.
  • Das Erscheinungsbild hebt sich von dem der Mitbewerber ab.
  • Das Logo ist schnell auffassbar.
  • Das Logo sieht nicht unangenehm zweideutig aus.
  • Das Logo ist auf allen erdenklichen Werbemitteln einsetzbar.
  • Das Logo ist zeitgemäß, aber keine modische Erscheinung.
Hier finden Sie Logos, die ich gestaltet habe

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